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Stöbern Sie doch in der Zwischenzeit ein wenig in den bisherigen Blog-Beiträgen und lassen Sie sich inspirieren. Viel Spaß beim Lesen!
Ihre,
Ingrid Gerstbach
Aktuelle Beiträge im Blog:
Warum halten kluge Menschen an Projekten, Entscheidungen oder Beziehungen fest, obwohl sie längst spüren, dass es nicht mehr trägt? Meist wissen sie sehr genau, was los ist. Nur ist das Aufhören oft nicht der Teil, der am meisten weh tut.
In Meetings setzt sich nicht durch, was am meisten durchdacht ist, sondern etwas anderes. Und das hat Folgen, die mich an meiner Arbeit zweifeln ließen.
Die unbequemste Einsicht aus über zwanzig Jahren Beratung und warum sie nichts mit den anderen zu tun hat.
Diese drei Worte sind die Hölle der Kommunikation. Was ich stattdessen tue und was ich dabei über Macht gelernt habe.
Wir treffen täglich hunderte Entscheidungen und die meisten davon treffen wir falsch. Das Problem ist nicht, dass wir schlechte Entscheider sind, sondern weil wir zu viel von unserem besten Denken für die falschen Momente aufbrauchen. Die Forschung zur Entscheidungsmüdigkeit ist gut bekannt. Was kaum jemand daraus zieht, ist die eigentlich unbequeme Schlussfolgerung.
Menschen mit hohem Leistungsdrang sind erfolgreicher, oder? In gewisser Hinsicht stimmt das. Es hat allerdings einen Haken und einen Preis. Eine Studie der University of Michigan zeigt, dass wer seinen Selbstwert an Leistung koppelt, gestresster, depressiver und paradoxerweise weniger erfolgreich ist. Aber das eigentliche Problem liegt woanders.
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem wichtigen Meeting. Die Diskussion läuft heiß, und plötzlich erhebt jemand die Stimme. Mit lauten Worten und großem Gestus zieht diese Person die Aufmerksamkeit auf sich, dominiert den Raum, lässt keinen Widerspruch zu. Es wirkt beeindruckend – zumindest auf den ersten Blick.
Warum geben wir anderen so viel Macht über unser emotionales Leben? Jede Minute, die wir damit verbringen, über eine Beleidigung zu grübeln, ist eine Minute, die uns von jemandem gestohlen wurde, der wahrscheinlich längst weitergegangen ist. Die antiken Stoiker und moderne Neurowissenschaft zeigen einen überraschenden Weg zur Freiheit. Und zwar einer, der nicht in der Unterdrückung von Gefühlen liegt. Denn sich beleidigt zu fühlen erfordert unsere Mitarbeit und diese können wir verweigern.
Wir hören in unseren eigenen Worten die Absicht, den Kontext, die Emotion. Andere hören nur die Worte selbst. Diese Asymmetrie ist der blinde Fleck der Kommunikation. Und er ist größer, als Sie denken. In einem Stanford-Experiment glaubten Menschen, 50% ihrer Botschaft würde ankommen. Tatsächlich waren es aber nur 2,5%. Die gute Nachricht: Drei einfache Praktiken können diesen Fleck verkleinern und vieles grundlegend verändern.
Wenn Organisationen verkünden, sie hätten keine Hierarchien mehr, meinen sie es meist ernst. Aber sie übersehen etwas Entscheidendes: Formale Machtstrukturen verschwinden nicht, wenn wir sie abschaffen. Sie werden in den meisten Fällen nur unsichtbar. Forschung zeigt, dass diese Unsichtbarkeit ihre eigenen Probleme schafft: mehr Stress, mehr Ambiguität, und paradoxerweise oft mehr Ungerechtigkeit gegenüber genau den Menschen, die von Gleichheit profitieren sollten.
