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Ich freue mich darauf, ab nun mit Ihnen meine Gedanken und Impulse zu teilen.
Stöbern Sie doch in der Zwischenzeit ein wenig in den bisherigen Blog-Beiträgen und lassen Sie sich inspirieren. Viel Spaß beim Lesen!
Ihre,
Ingrid Gerstbach
Aktuelle Beiträge im Montagsimpuls:
Wie oft sind Sie schon von einer Person enttäuscht worden, die gar nicht wusste, dass Sie so denken? Warum das ausgerechnet in unseren engsten Arbeitsbeziehungen passiert, was ein fast grausames Londoner Experiment darüber verrät und welche unangenehme Frage in Meetings mehr löst als jedes Feedbackgespräch.
„Ich delegiere nichts mehr. Ich bin zu müde dafür.“ Als eine Klientin mir das sagte, brauchte ich einen Moment, um zu merken, wie verkehrt dieser Satz ist und wie viel er über unsere vollen Kalender verrät. Über eine Erschöpfung, die kein Zeitproblem ist, und über die eine Frage, die ein lückenloser Kalender zuverlässig verhindert.
Es gibt einen Satz, den ich als Beraterin bekämpfen soll und den ich neulich selbst gesagt habe. Die meisten halten ihn für Bequemlichkeit oder Sturheit. Inzwischen glaube ich, dass dahinter etwas ganz anderes steckt. Und dass genau dieses Missverständnis erklärt, warum so viele Veränderungen scheitern.
Über emotionale Manipulation gibt es unzählige Checklisten, Bücher und Kurse mit Warnzeichen, rote Flaggen, typische Sätze. Aber wenn Sie mit Menschen sprechen, die wirklich in solchen Beziehungen waren (beruflich oder privat), hören Sie selten, dass sie nichts gemerkt hätten. Das Erkennen ist fast nie das Problem. Worüber wir kaum sprechen, ist das, was zwischen dem Erkennen und dem Handeln liegt. Aristoteles hatte dafür einen Namen. Und er erklärt mehr über uns, als mir lieb ist.
Sie sprechen mit Kollegen ausführlich über „Prozessoptimierung“. Aber nie darüber, dass Sie diesem Team nicht mehr vertrauen. Sie diskutieren mit Ihrer Partnerin eine Stunde über die neue Küche. Aber nicht darüber, dass Sie sich einsam fühlen. Warum wir das tun und was mir dabei geholfen hat aufzuhören.
Fast jeder kennt diesen Moment: ein kleiner Stich, ein Satz, der nicht ganz stimmt, und der beruhigende Gedanke, es sei vielleicht nicht so wichtig. Was in den Wochen danach wirklich passiert, ist fast immer das Gegenteil dessen, was wir hoffen.
Lange dachte ich, Disziplin sei eine Eigenschaft. Etwas, das man hat oder nicht hat. Etwas, das mit Härte zu tun hat, mit Willenskraft, mit Verzicht. Bis ich verstanden habe, dass die diszipliniertesten Menschen, die ich kenne, sich nicht quälen. Sie tun etwas ganz anderes.
Wir reden viel über Erschöpfung, über Burnout und über die Frage, warum wir nicht aufhören können. Ich glaube, wir reden über das Falsche. Es geht um etwas, das in zwei Minuten Wartezeit zu sehen ist und das unbequemer ist als jede Diagnose.
Warum halten kluge Menschen an Projekten, Entscheidungen oder Beziehungen fest, obwohl sie längst spüren, dass es nicht mehr trägt? Meist wissen sie sehr genau, was los ist. Nur ist das Aufhören oft nicht der Teil, der am meisten weh tut.

Nicht jede gute Entscheidung geht gut aus. Und nicht jedes gute Ergebnis beweist eine gute Entscheidung. Genau da beginnt echtes Lernen.