Wie Sie Respekt von anderen bekommen und warum das so wichtig für Ihren Erfolg ist

Echter Respekt hat für mich nichts mit der Position zu tun, die jemand innehat. Letztlich ist jedes System manipulierbar und so kann es schnell dazu kommen, dass Menschen eine Autoritätsposition in einem Unternehmen bekommen, die sie vielleicht nicht verdient haben. Respekt ist für mich vielmehr ein tiefes Gefühl der Bewunderung für jemanden bzw. für etwas, das durch besondere Fähigkeiten, Qualitäten oder Leistungen ausgelöst wird.

Jeder möchte respektiert werden - von den Kollegen, der Familie, den Kunden. Aber Studien zeigen, dass sich viele Mitarbeiter überhaupt nicht respektiert fühlen. 54% der Befragten gaben an, dass sie ihren selten bzw. nie Respekt für ihre Leistungen entgegengebracht wird. Dabei zeigt die Studie weiters, dass Menschen, die sich respektiert fühlen, gesünder, belastbarer und konzentrierter arbeiten. Sie verfügen über eine innere Kraftquelle, die sie vor Stress, Ängsten und Negativität schützt. Menschen, die sich von anderen respektiert fühlen, leiden wesentlich seltener an Burnout als ihre Kollegen und sind auch um 52% selbstbewusster.

Wie können Sie es schaffen, dass andere Sie respektieren?

In meiner Arbeit steht der Mensch bzw. seine Bedürfnisse, Herausforderungen und Perspektive im Mittelpunkt. Um Menschen zu unterstützen, muss ich sie aber zuerst besser verstehen. Das erreiche ich, in dem ich Empathie aufbaue. Ich beginne mich ehrlich für sein Umfeld, sein Verhalten und seine Gedanken zu interessieren. Ich nehme bewusst die Haltung des Unwissenden ein, denn schließlich ist mein Gegenüber der Experte seines Tuns.
Am Anfang war es für mich gar nicht so einfach. Dinge zu fragen, die für den anderen ganz offensichtlich zu sein scheinen (wie z.B. warum es in manchen Berufen so wichtig ist, bestimmte Abläufe genau zu befolgen), erschien mir dumm und war mir peinlich. Mit der Zeit stellte ich aber fest, dass, wenn ich zugab, dass ich keine Ahnung davon habe, warum jemand etwas tut, was er tut - es mir extrem geholfen hat. Die Menschen haben sich begonnen mir zu öffnen. Es half mir dabei, Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Respekt zu erwerben. Mein Gegenüber erkannte, dass ich Wissen, das ich nicht hatte, auch nicht vortäuschen würde. Niemand kann alles wissen - auch Berater nicht. Aber das erwartet auch niemand (außer wir von uns selbst). Was wir aber von anderen erwarten, deren Rat wir befolgen sollen, ist, dass sie uns gegenüber ehrlich und aufrichtig sind.

Zu wissen und zu sagen, was Sie nicht wissen, ist ein wichtiger Schritt, der Mut erfordert, der aber Vertrauen und Respekt belohnt wird. Es gibt noch weitere Wege, wie Sie sich Respekt verdienen können:

  • Zeigen Sie Ihre Leidenschaft für Ihre Arbeit und wecken Sie dadurch auch Interesse bei anderen. Menschen fühlen sich zu leidenschaftlichen Menschen hingezogen und folgen diesen gerne.

  • Machen Sie den ersten Schritt. Respekt ist etwas, das Sie sich erwerben müssen. Es reicht nicht, einen Titel zu erwerben und dann den Leuten zu sagen, was sie tun sollen, um sich selbst hinter der eigenen verschlossenen Tür zurückzuziehen.

  • Setzen Sie sich für sich selbst ein. Wenn Sie Ihre Perspektive oder Ideen mit anderen teilen, sprechen Sie auch aus Ihrer persönlichen Sicht. Sagen Sie "Ich fühle mich nicht geschätzt..." und vermeiden Sie Pauschalisierungen wie "Immer glauben Sie zu wissen, dass ...". Wenn Sie Aussagen aus Ihrer Perspektive nutzen, dann wirken Sie auch viel selbstbewusster, klarer und direkter.

  • Hören Sie gut zu. Einige Leute glauben, dass es bei Respekt nur darum geht, Forderungen zu stellen und Anweisungen zu geben. Aber Respekt ist keine Einbahnstraße. Vielmehr besteht Respekt zu gleichen Teilen aus Geben und Empfangen.

Fazit

Respekt ist wie die Sonne für Pflanzen: Unternehmen brauchen es für ihren Erfolg und Menschen für ihre Gesundheit. Wenn Sie sich selbst nicht respektiert fühlen, beginnen Sie damit, Ihre eigenen Stärken sichtbar zu machen. Das bedeutet offen und ehrlich mit sich selbst und auch mit anderen zu sein. Es bedeutet, die eigenen Stärken und auch Schwächen zu kennen und zu ihnen zu stehen.
Wir sind nicht perfekt. Niemand ist es. Aber wir können insoweit wachsen und lernen, sodass wir jede noch so schwierige Situation in den Griff zu bekommen. Und das fördert, dass uns andere (und wir uns selbst) respektieren.

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