Wie Sie die Gruppendynamik für eine erfolgreiche Zusammenarbeit fördern

Im heutigen Geschäftsumfeld ist die Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Unternehmenskultur bis hin in Projekten ein kritischer Erfolgsfaktor. Als Design Thinking Berater arbeite ich in Teams mit tollen Menschen, die genau wie ich davon überzeugt sind, dass Erfolg in Wahrheit Teamsport ist. Denn es gibt viele Menschen mit großartigen Ideen - aber die beste Idee nützt nun mal leider nichts, wenn sie niemand umsetzt. Und alleine ist das in den meisten Fällen einfach nicht möglich. Zumindest kenne ich keinen erfolgreichen Unternehmer, der nicht auf ein großartiges Team zurückblicken kann. Das Konzept der Zusammenarbeit schließt jede Person in einem Team mitein, die etwas Wertvolles beiträgt.

In der Theorie ist das reibungslose Zusammenarbeit eine großartige Vorstellung, die scheinbar ganz einfach ist. Aber die Umsetzung in die Praxis ist äußerst anspruchsvoll. Ein paar Schlüsselstrategien, die Sie umsetzen können, möchte ich Ihnen in diesem Artikel präsentieren:

Erklären Sie, warum das Team überhaupt existiert und welche Ziele es verfolgt

Wenn jedes Teammitglied den Zweck und die Ziele innerhalb des eigenen Teams kennt und versteht, ist es für den einzelnen einfacher, konkrete Vorschläge in Bezug auf die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten anzubieten, die zu diesen auch wirklich beitragen. Ziele können dabei sowohl quantitativer als auch qualitativer Natur sein, solange sie spezifisch, messbar, ansprechend, realisierbar und terminiert sind.

Definieren Sie die Rolle der einzelnen Teammitglieder

In der Praxis ist es meist so, dass einige Teammitglieder über die mehr oder minder gleichen Fähigkeiten verfügen. Das führt mitunter zu Verwirrungen, weil dann nicht klar ist, wer welchen Aspekt eines Ziels übernimmt. Eine ganz wichtige Aufgabe der Führungskraft liegt also darin, zunächst herauszufinden, welche Person speziell zu welchem Aspekt beitragen soll.

Anstatt nur vage anzudeuten, wer möglicherweise was machen könnte und die Entscheidung im Team zu lassen, ist es wichtig, dass der Projektleiter offen ausgesprochen bestimmte Aufgaben zuweist. Im Design Thinking gebe ich als Moderator vor, wer beispielsweise die Recherche übernimmt, wer Interviews führt, wer die interne Kommunikation im Unternehmen übernimmt oder wer fürs Testen zuständig ist. Anschließend wird eine Deadline festgelegt, um die Nachverfolgung der Aufgabe zu überprüfen. Das hilft allen Beteiligten, konkrete Erwartungshaltungen und Verantwortlichkeiten aufzubauen und den eigenen Rollenaufgaben nachzugehen. Dadurch vermeiden Sie, dass Ihr Team verwirrt ist und Konflikte zum Brodeln beginnen.

Interaktion zwischen den Teammitgliedern fördern

Damit ein Team sich versteht und gut zusammenarbeiten kann, ist es wichtig, dass sie einander kennen und einen Kontext dafür entwickeln, warum gerade sie in das Team berufen wurden. Das kann formell oder informell passieren, indem zu Beginn gegenseitig Fragen gestellt werden oder auch durch Aktivitäten außerhalb der Büroumgebung. Oft reicht es schon, gemeinsam Mittagessen zu gehen oder sich in einer Pause zusammenzusetzen. Menschen sind im informellen Rahmen oft zugänglicher und mehr sie selbst, weil sie nicht so sehr das Gefühl haben, gewissen Erwartungen an der Rolle entsprechen zu müssen. Durch diese Gespräche kommt es innerhalb des Teams zu mehr Respekt. Später kann dieses verbesserte Verständnis füreinander dazu beitragen, die Ziele innerhalb des Teams zu erreichen. Alleine, weil sich alle wohler fühlen.

Aktiv zuhören

Der beste Weg zu jeder erfolgreichen Zusammenarbeit, besteht darin, jedem Teammitglied zu ermöglichen, offen auszusprechen, wenn er oder sie das Gefühl hat, dass sich ein Konflikt auftut oder ein Missverständnis vorhanden ist. Aber auch Ideen sollten geteilt werden. Wenn wir uns gegenseitig überreden, Sätze der anderen beenden oder zum Sprechen beginnen, während ein anderer noch spricht, entsteht weder Zusammenhalt noch Respekt für die Rollen und Fähigkeiten der anderen. Wenn innerhalb eines Teams nicht aktiv zugehört wird, ist es meiner Meinung nach die Aufgabe des Projektleiters oder Moderators, innezuhalten und das Team dahingehend zu sensibilisieren, sodass jeder die Gelegenheit hat, gehört zu werden.

Konflikte sofort adressieren

Dort, wo Menschen miteinander zusammenarbeiten, kommt es immer wieder zu Konflikt. Dabei muss ein Konflikt nicht immer etwas Negatives haben: Wenn Sie diesen von vornherein überwachen und kanalisieren, kann das ein guter Weg sein, ein Projekt in eine neue Richtung zu lenken oder die Perspektiven zu ändern.

Wichtig ist, dass Konflikte kontrolliert passieren, um konstruktive Arbeit zu ermöglichen und verletzende Gefühle oder Irritationen zu meiden. Letztere treten meistens dann auf, wenn Menschen das Gefühl haben, dass sie alleine gelassen werden. Dann kommt es schnell zu Gefühlen der Verachtung und das beeinträchtigt wiederum die Zusammenarbeitsfähigkeit des gesamten Teams. Wenn Teammitglieder das nicht offen aussprechen, achten Sie auf die Teamdynamik, die Körpersprache und den Dialog zwischen den Teammitgliedern, damit Sie Konflikte gleich zu Beginn an die Oberfläche bringen und ihn zerstören können - bevor der Konflikt die Teamproduktivität ruiniert.

Feiern Sie gemeinsam Erfolge

Wenn eine Mannschaft sieht, dass sie gemeinsam etwas erreichen können, ist das ein guter Anreiz für effiziente Zusammenarbeit. Diese Belohnungen müssen nicht riesig oder finanzieller Natur sein: Denken Sie an ein besonderes Mittagessen, ein Glückwunschschreiben oder ein Schulterklopfen bei einem Meeting.

Auf diese Weise können Sie positive Verstärkungsmechanismen nutzen, um individuelle Verhaltensweisen zu verändern. Achten Sie auch darauf, Anreize und Belohnungen individuell zu geben. Dadurch fördern Sie das Verständnis, dass das Team zwar aus individuellen Leistungen besteht, diese sich aber integrieren müssen, um eine positive Gesamtleistung des Teams zu erzielen.

Abschließende Gedanken

Die Zusammensetzung eines erfolgreichen Teams erfordert Kommunikation, Engagement und stetige Arbeit. Treffen Sie sich unbedingt regelmäßig im Team, um gemeinsam den Fortschritt zu besprechen, mögliche Fragen zu beantworten und Unsicherheiten bezüglich des Projekts oder der Rollen zu beheben. Denn wie bei jeder Zusammenarbeit ist es letztlich die Kommunikation, die den Ausschlag gibt, wie erfolgreich das Projekt letztlich sein wird.