So machen Sie Ihr Team innovativer

Die meisten Manager, die ich kenne, wollen, dass ihre Mitarbeiter kreativ und offen für Neues sind, die Initiative ergreifen und innovative Lösungen entwickeln. Doch gleichzeitig lieben es genau dieselben Manager, wenn in ihrem Unternehmen gleichbleibende und vor allem vorhersehbare Prozesse den Ton angeben. Meistens dominiert letzten Endes der Wunsch nach Kontrolle, sodass am Ende kein Platz für Experimente vorhanden ist.

Gerade in meiner Arbeit als Design Thinker ergeben "Best Practice" Verfahren keinen rechten Sinn. Jedes Problem für sich ist so individuell wie die Menschen in den betroffenen Unternehmen, mit denen ich zu tun habe. Experimentieren ist dabei kein Nice-to-do, es ist ein wesentlicher Schritt, um überhaupt weiterzukommen, zu lernen und um zu erfahren, wo der Hund tatsächlich begraben liegt.

Auf die Perspektive kommt es an: Jedes Problem hat mehrere Antworten

Divergentes Denken, also die Eigenschaft, sich offen, unsystematisch und experimentierfreudig mit einem Thema oder Problem zu beschäftigen, können Sie als Manager und Teamleiter aktiv fördern! Die meisten Menschen haben eine tief verwurzelte Annahme, dass jedes Problem eine einzige richtige Antwort hat - ein Denken, das die meisten Schulen und Arbeitsplätze unterstützen. Erwarten Sie nicht, dass Ihre Mitarbeiter dieses geistige Modell über Nacht oder auf eigene Faust ändern. Sie müssen sie dabei unterstützen.

Divergentes Denken unterscheidet sich von kreativem Denken. Während kreatives Denken die Generierung von originellen Ideen ist, ist divergentes Denken die Fähigkeit, viele verschiedene Antworten auf ein und dieselbe Frage zu finden. Divergentes Denken ist vielmehr eine Art unersättliche Neugierde und so wesentlich für Innovation. Ihr Ziel sollte also sein, eine Kultur im Unternehmen zu entwickeln, dass sich weg von der einen richtigen Antwort hin zur Erforschung und Prüfung vieler möglicher Antworten ändert.

Machen Sie alle verantwortlich für ihre eigenen Ergebnisse

Die wichtigste Lektion, die ich über die Implementierung einer Testkultur in verschiedenen Unternehmensumgebungen gelernt habe, ist, dass Ergebnisse immer zu der Person gehören, die die Idee erzeugt hat. Um wirklich zu lernen, muss auch die Person, die die Idee hatte, testen, ausprobieren und nachjustieren. Andernfalls kann Innovation nicht entstehen. Jede Person muss die für die Ergebnisse übernehmen - egal, ob es sich um einen Erfolg oder einen Misserfolg handelt. Als Manager ist es vor allem Ihre Aufgabe, das Team zu unterstützen, indem Sie ein Umfeld schaffen, in dem die Mitarbeiter nachdenken, arbeiten und vor allem ausprobieren können. Sie werden sehen, so gedeiht eine Kultur der Innovation ganz wunderbar.

Damit das ganze Unternehmen erfolgreich ist, sollte jedes Team in Ihrem Unternehmen unterschiedliche Erfolge und Misserfolge erleben, diese auf das ganze Unternehmen auslegen und vor allem mit den anderen teilen. Auf diese Weise kann ein Unternehmen genügend innovative Ideen sammeln, von denen dann einige davon erfolgreich sein werden. Wenn das Team aber isoliert für sich arbeitet und Informationen und Lernergebnisse nicht im Unternehmen teilt, werden die Menschen automatisch aus Angst vor Fehlern nach Best Practices suchen und im schlimmsten Fall das umsetzen, was ihrer Meinung nach andere „erfolgreiche“ Unternehmen machen. Manager sollten daher die Perspektive des Teams auf die Realität der tatsächlichen Leistung ausrichten und die Angst vor Fehlern beseitigen, um wirklich zu innovieren.

Fazit

Verwenden Sie Ihre Lernerfahrungen nicht dafür, um Regeln und Best Practices zu erstellen. Nutzen Sie das Gelernte viel mehr, um Ihr Team noch spannendere Experimente erleben zu lassen. Wenn Sie eine Praxis des kontinuierlichen Ausprobierens und der Neugier aufbauen, wird Innovation ganz automatisch folgen.