Kennen Sie die Geheimnisse glücklicher und erfolgreicher Menschen?

Wenn wir Studien Glauben schenken mögen, dann haben wir zwischen 50.000 und 70.000 Gedanken pro Tag bzw. zwischen 35 und 48 Gedanken pro Minute. Eine ganz schöne Menge, oder? Bei so vielen Gedanken bleibt dann wenig Zeit, um sich ins Hier und Jetzt einzufühlen. Deswegen wirkt dieser stetige Fluss auch gleichzeitig wie Filter, der unsere Gedanken von unseren Gefühlen trennt. Der ständige geistige Verkehr hindert uns im schlimmsten Fall daran, klar zu sehen, einander zuzuhören und uns selbst zu spüren. Anders ausgedrückt sind 50.000 bis 70.000 Gedanken gleichzeitig 50.000 bis 70.000 Chancen, mit uns selbst wertschätzend oder weniger wertschätzend umzugehen.

Es ist so wichtig, dass wir beginnen, freundlich und liebevoll mit uns selbst umzugehen bzw. zu spüren, wie es uns geht, um eine Basis für ein Empathieempfinden anderen gegenüber überhaupt erst aufbauen zu können. Deswegen will ich diesen Beitrag nutzen, um Ihnen verschiedene Übungen mitzugeben, die Sie unterstützen sollen, als glücklich und erfolgreich wahrnehmen zu können.

1. Hängen Sie nicht mit negativ denkenden Menschen herum

Menschen, die sich ständig nur beschweren, sind schlechte Zeitgenossen: Lieber suhlen sie sich in Problemen, anstatt sich auf Lösungen zu fokussieren. Mitleid ist ihre Nahrung, die sie brauchen, um auf ihre Weise zufrieden sein zu können. Damit das Gegenüber diese Nahrung auch gibt, wird er oder sie unbewusst unter Druck gesetzt – schließlich will niemand gerne als herzlos oder unhöflich wahrgenommen werden.

Es gibt aber eine kleine, feine Grenze zwischen echtem Mitfühlen und dem Einsatz einer negativ-emotionalen Spirale. Um nicht selbst heruntergezogen zu werden, setzen Sie sich Grenzen und ziehen Sie sich, wenn nötig, zurück bzw. gehen Sie bewusst auf Distanz. Wenn Ihnen dieser Gedanke schwerfällt, überlegen Sie doch einmal: Wenn Sie als Nichtraucher dauernd mit rauchenden Menschen ihre Zeit verbringen würden, würden Sie dann nicht irgendwann auch die Bremse ziehen? Genau das sollten Sie tun, wenn Sie mit Menschen zusammentreffen, die es lieben, alles und jeden in einem schlechten Licht zu sehen.

Ein effektiver Weg, dem Nörgeln ein Ende zu setzen ist, dass Sie ganz unschuldig nachfragen, wie er oder sie denn das Problem, das ja scheinbar untragbar zu sein scheint, gedenkt zu lösen. Nach einer Pause wird der Nörgler entweder weiterhin schweigen oder das Weite oder das Gespräch in einer produktiven Richtung lenken.

2. Verfallen Sie nicht der Illusion von Perfektion

Perfektion als Ziel ist niemals eine gute Wahl. Je besser die Beziehung zu uns selbst ist, desto eher wissen wir, dass wahre Perfektion einfach nicht existiert. Der Mensch ist von Natur aus fehlbar. Ist Perfektion Ihr Ziel, dann führt das zu einem ständig nagenden Gefühl und der Angst zu scheitern. Anstatt stolz zu sein und zu genießen, was wir bereits erreichen konnten, beginnen wir damit, in Klagelieder einzustimmen und uns über die Umstände zu beschweren.

3. Geben Sie sich selbst den gleichen Rat wie einem guten Freund

Die meisten Menschen tragen ihren größten Kritiker, Richter und Henker ständig bei sich. Niemanden anderen gegenüber sind die meisten so kritisch wie sich selbst. Um aus dieser Gewohnheit auszubrechen, beginnen Sie, mit sich selbst so zu reden, als würden Sie mit einem liebgewonnenen Freund sprechen. Dass dieser Trick tatsächlich funktioniert, zeigen im Übrigen auch Studien, die sich damit beschäftig, wie wir unser Wohlbefinden schnell verbessern können.

4. Achten Sie darauf, dass Sie sich nicht von anderen Ihr Glück diktieren lassen

Wenn Ihr Gefühl über Lust und Freude vom Vergleich mit anderen abhängt, haben Sie bereits die Zügel aus der Hand gegeben. In Wahrheit ist es einfach unmöglich, zu beeinflussen, was andere tatsächlich von Ihnen denken oder wie Sie auf Sie reagieren. Sie haben zu jeder Zeit die Wahl, ob Sie die Meinung anderer über Ihre Person ernst nehmen oder nicht. Egal, was andere Menschen über Sie denken, Ihr Selbstwert kommt immer direkt aus Ihrem Inneren. Unabhängig davon, was die Leute über Sie in einem bestimmten Augenblick denken - eines ist sicher: Sie sehen immer nur einen Ausschnitt, den Sie bewerten. In Wahrheit sind Sie niemals so gut oder schlecht, wie andere meinen zu wissen, dass Sie es sind.

5. Vergeben, aber vergessen Sie nicht

Zu wissen, dass der Mensch fehlbar ist, hilft dabei, schneller vergeben zu können. Und keinen Groll zu empfinden hilft wiederum dabei, glücklicher und zufriedener zu sein. Aber Vergebung bedeutet nicht, dass Sie auch automatisch vergessen sollten, was passiert ist. Vergebung meint vielmehr, das Sie loslassen, was passiert ist, um weitergehen zu können. Aber es bedeutet nicht, dass Sie einem Unrecht eine neue Chance geben sollten. Hören Sie auf, unnötig Energie dafür einzusetzen, sich über die Fehltritte anderer aufzuregen. Sondern achten Sie lieber darauf, wie Sie sich selbst vor künftigen Schäden schützen können.

Die negativen Emotionen, die mit dem Halten auf einen Groll automatisch einhergehen, sind im Grunde nichts anderes, als eine Stressreaktion. Denken Sie nur an eine Bedrohung, die Ihren Körper in den Kampf-oder-Flucht-Modus versetzt. Wenn eine Bedrohung unmittelbar bevorsteht, ist diese Reaktion für Ihr Überleben unerlässlich, aber wenn eine Bedrohung eine alte Geschichte ist, verursacht das Festhalten an diesem Stress Chaos und kann sogar mit der Zeit zu verheerenden gesundheitlichen Beschwerden führen. Lernen Sie, den Groll loszulassen. Das hilft Ihnen nicht nur dabei, dass Sie sich besser fühlen, sondern Sie verbessern dadurch Ihren Gesundheitszustand wesentlich.

6. Sagen Sie nur ja, wenn Sie es auch wirklich wollen

Je schwerer es Ihnen fällt, nein zu sagen, desto größer und wahrscheinlicher sind die Chancen, dass Sie Stress erleben. In der Tat ist es eine große Herausforderung und wirklich nicht einfach für die meisten Menschen nein zu sagen (über die Kunst, nein sagen zu können, habe ich hier geschrieben).

Versuchen Sie auch nicht das Wort "Nein" zu umgehen, sondern sagen Sie z.B. klar, deutlich und höflich, warum Sie eine Sache ablehnen, sich aber geschmeichelt fühlen, dass dabei an Sie gedacht wurde. Das hilft dem anderen, sich keiner falschen Hoffnung hinzugeben und Sie sollten sich gut fühlen, dass dabei an Sie gedacht wurde.

Gedanken zum Abschluss

Leben Sie im Hier und Jetzt - nicht in der Vergangenheit

Misserfolg führt u.a. zu einem Angriff auf eigene Selbstwertgefühl. Nach einem Misserfolg ist es schwierig zu glauben, dass Sie zukünftig wieder bessere Ergebnisse erzielen werden. Die meisten Fehler resultieren aus dem Eingehen von Risiken und dem Versuch, etwas zu erreichen, das eben nicht ganz so einfach ist. Bedenken Sie, dass der Erfolg in Ihrer Fähigkeit liegt, angesichts des Scheiterns zu lernen. Und das können Sie nicht tun, wenn Sie ständig in der Vergangenheit leben. Wägen Sie ab, ob es wert ist, ein Risiko einzugehen und lassen Sie es nicht zu, dass die Angst Sie davon abhält, erfolgreich zu sein. Ein Leben ohne Scheitern gleicht einem Stehenbleiben. Und nichts ist tödlicher für Wachstum als Stillstand – gerade für den eigenen.