Empathie als Schlüssel zu wahrem Erfolg

Das, was Menschen meines Erachtens nach am meisten auszeichnet, ist die Fähigkeit, Mitgefühl zu empfinden. Empathie ist die Quelle dessen, was viele von uns mit Güte, Herzlichkeit und Menschlichkeit verbinden. Empathie ist die Wurzel von Mitgefühl, Altruismus und Nächstenliebe. Fehlt es allerdings an Empathie, so zeigt sich das in den destruktivsten und gewalttätigsten Verhaltensweisen, die Menschen an den Tag legen können. Im Grunde entsteht durch das Fehlen an Empathie, das, was wir mit dem Bösen verbinden: Denn erst der Mangel an Empathie ermöglicht Verbrechen und Leid. Es ist der Türöffner zu Krieg und dazu, andere Menschen rücksichtslos und brutal zu behandeln - so wie Gegenstände, die keinen Wert haben, außer als Mittel, um die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.

Stellen Sie sich Empathie bildlich wie eine Brücke vor, die die Menschen miteinander verbindet. Unter dieser Brücke fließt ein Fluss an Wärme, Liebe und Barmherzigkeit. Aus der Quelle dieses Flusses entspringt selbstloses Handeln: Das, was das Leiden anderer versucht zu lindern, und deren Entwicklung unterstützt.

In der Psychologie werden zwei grundsätzliche Arten von Empathie unterschieden: Einerseits das, was ich die „oberflächliche Empathie“ nenne. Das ist die Fähigkeit, in die Schuhe eines anderen Menschen zu stehen und die Welt durch dessen Augen zu sehen. Aber es bleibt die kognitive Variante, bei der sich jemand zukünftige Szenarien vorzustellen oder Probleme auf der Grundlage früherer Erfahrungen zu lösen versucht. Der Psychologe Paul Gilbert geht sogar so weit und behauptet, dass diese Form der Empathie Psychopathen dabei unterstützt, ein Konzept für Leiden aufzustellen, das Folter erst ermöglicht. Erst, wer sich in die Lage anderer versetzen kann, weiß, was ihm oder ihr Leiden verursacht.

Auf der anderen Seite existiert die „tiefe oder echte Empathie“. Diese Fähigkeit endet nicht dabei, sich nur vorzustellen, was ein anderer fühlen könnte, sondern wirklich auch zu spüren, was andere Menschen erleben. Es bedeutet, sich tatsächlich in den geistigen Raum eines anderen einzufühlen, sodass man dessen Gefühle am eigenen Leib erfährt. In gewisser Weise verschmelzen dabei zwei Identitäten miteinander. Die Trennung zwischen dem „Meinem“ und dem „Deinem“ wird dabei nicht mehr wahrgenommen. Wenn Sie diese Art der Empathie spüren, ist es defakto unmöglich anderen Menschen Leiden zufügen, zumindest nicht mit einer bewussten Absicht dahinter. Denn der Schmerz des anderen würde dann sofort auf dieselbe Weise zurückschnellen und Sie würden ihn am eigenen Leib eins zu eins erfahren.

Als Design Thinker ist es meine Aufgabe, die Bedürfnisse des Nutzers nicht nur zu verstehen, sondern auch wirklich seinen Platz einzunehmen und zu verstehen. Ich kenne keinen anderen Weg zu erfolgreichen Produkten oder Services, als den über wirkliche, tiefe Empathie. Erst diese Art des Einfühlungsvermögens öffnet die Türen zu den Herzen anderer Menschen und erfüllt einen selber in einem unglaublichen Maße. Deswegen: Hören Sie auf zu agieren und beginnen Sie zu fragen. Hören Sie auf Annahmen zu haben und beginnen Sie zuzuhören. Sie werden sehen, es wird sich für Sie und den anderen lohnen.