Diese 3 Schritte helfen Ihnen, positiver zu denken

Wann haben Sie das letzte Mal den gutgemeinten Rat “Denk positiv!” zu hören bekommen? Je größer die Herausforderung ist, vor der Sie stehen, desto sarkastischer wirkt diese Weisheit. Wenn alles schief geht und das Licht am Horizont an einen entgegenkommenden Zug erinnert, ist es fast eine Zumutung, sich auf das Positive zu konzentrieren.

Dabei sind wir selbst die größte Hürde, die es zu bezwingen gilt, wenn wir positiv bleiben wollen. Denn unser Gehirn ist ständig im Überlebensmechanismus. Ständig checkt es den Alltag auf mögliche Gefahren und Bedrohungen. Ein extrem hilfreich Ablauf - als wir Jäger und Sammler waren und jeder Tag voller realer Gefahren steckte. Aber dieser Mechanismus führt heute dazu, dass unser Hirn hartnäckig nach Problemen sucht - nämlich so lange bis es auch welche findet. Das macht es schwierig, sich im Alltag positiv zu verhalten.

Nicht nur der eigenen Motivation zuliebe, sondern auch aus gesundheitlich Gründen lohnt es sich, positiv zu denken. Umfangreiche Forschungen zu diesem Thema stellten fest, dass sich der Gesundheitszustand von Pessimisten im Alter viel schneller verschlechterte. Pessimismus hängt mit einem geschwächten Immunsystem zusammen, das anfälliger für Tumore und Infektionen macht.

Hier sind drei Schritte, wie Sie sich schnell und einfach den positiven Dinge des Lebens zuwenden können.

1. Trennen Sie Realität von Fiktion

Um sich auf das Positive zu konzentrieren, müssen Sie als allererstes die negative Selbstgespräche stoppen. Das ist gar nicht so schwierig, wenn Sie sich bewusst machen, dass die meisten Ihrer negativen Gedanken genau das sind: Gedanken und keine Fakten.

Wenn Sie das nächste Mal einen negativen Gedanken haben, hören Sie sofort mit dem auf, das Sie gerade tun, und schreiben Sie Ihre Gedanke auf. Dadurch bekommen Sie eine rationalere Sicht auf den Gedanken und Sie können die Aussage sachlicher beurteilen. Wenn Sie sich zum Beispiel gerade selbst schimpfen, dass Sie so vergesslich sind, überlegen Sie: Sind Sie wirklich immer so vergesslich? Ziemlich sicher lautet die Antwort nein. Vielleicht können Sie sich nicht gut jeden Namen merken. Oder Sie vergessen Sachen. Aber oft liegt der Grund darin, dass wir abgelenkt sind und unsere Gedanken nicht fokussieren.
Wenn Sie aber danach noch immer nicht überzeugt sind, bitten Sie eine vertraute Person, Ihre Gedanken neutral zu bewerten und mit Ihnen zu reflektieren.

Indem Sie Ihre Gedanken als Gedanken identifizieren und sie von den Fakten trennen, können Sie dem Kreislauf der Negativität entkommen und sich einer neuen Perspektive zuwenden.

2. Suchen Sie das Positive

Sobald Sie sich aus selbstzerstörerischen, negativen Denken befreit haben, ist es wichtig zu lernen, worauf Sie Ihre Gedanken nun fokussieren sollen. Wie jede neue Gewohnheit bedarf auch das positive Denken einige Übung. Beginnen Sie damit, Ihrem Denken zu helfen, indem Sie ganz bewusst etwas Positives auswählen, über das Sie nachdenken wollen. Jeder positive Gedanke wird Ihre Aufmerksamkeit neu polen.

Wenn die Dinge in Ihrem Alltag gerade gut laufen, ist das relativ einfach. Wenn aber zurzeit nicht alles optimal ist, kann das durchaus zur Herausforderung werden. Zwingen Sie sich dann, sich bewusst an einen positiven Moment zu erinnern, auf den Sie Ihre Aufmerksamkeit richten können.

3. Kultivieren Sie eine Haltung der Dankbarkeit

Nehmen Sie sich Zeit darüber nachzudenken, wofür Sie dankbar sind. Dankbarkeit reduziert das Stresshormon Cortisol um 23%! Nehmen Sie also mindestens einmal täglich eine Haltung der Dankbarkeit ein. Konzentrieren Sie sich auf die Dinge, die gut laufen, für die Sie dankbar sind und die Ihr Leben verschönern. Jedes Mal, wenn Sie negative Gedanken haben, sehen Sie das als einen Hinweis, Ihre Perspektive bewusst zu ändern und halten Sie Ausschau, was gut läuft und wofür Sie dankbar sein können.

Diese drei Schritte wirken sehr einfach. Aber gerade die einfachen Dinge haben oft eine enorme Kraft. Sie können so trainieren, einen positiven Fokus einzunehmen. Letztlich geht es darum, eine alte Gewohnheiten zu brechen. Das erfordert vor allem Übung, Energie und Hartnäckigkeit. Aber es lohnt sich.