Die Zukunft der Arbeit: 10 Fertigkeiten, die Sie für die Zukunft brauchen

Von den Anfängen der organisierten Landwirtschaft über das Aufkommen der industriellen Arbeit bis hin zur heutigen technologisch „On-Demand“-Ära hat sich der Begriff der Arbeit drastisch verschoben. Die Wichtigkeit, menschliche Arbeit zu automatisieren und künstliche Intelligenz zu nutzen, schien nie so dringlich wie zu dieser Zeit. Während fahrerlose Autos bereits in den Startlöchern stehen, um uns autonom zu chauffieren, Roboter anfangen, sich außerhalb von Fabriken wie Menschen zu bewegen und das Surren von Drohnen in der Luft immer lauter wird, ändert sich die Art der Arbeit rasend schnell.

Um diesen neuen Anforderungen gerecht zu werden, werden wir alle unsere liebgewonnenen Komfortzonen früher oder später verlassen müssen. Die Änderungen des Arbeitsbegriffs werden immer schneller und komplexer, doch die eigene Anpassungsfähigkeit hält dabei nicht immer Schritt. So zeigen Umfrageergebnisse, dass nur noch knapp 13% der Belegschaft sich motiviert fühlen und aktiv zum Unternehmenserfolg beitragen möchten. Zuhause angekommen erwarten uns aber bereits die ersten Einblicke in die vor der Tür stehende Zukunft: Zu Begrüßung gehen beim Aufsperren der Wohnungstür automatisch die Lichter an, der Staubsauger hat bereits seine tägliche Putzrunde beendet und die Stereoanlage spielt automatisch den Lieblingssong ab.

Die 10 Fähigkeiten für zukünftiges Arbeiten

Verschiedene Trends, die den Arbeitsplatz beeinflussen, fordern allerdings andere Fähigkeiten, die wir brauchen, um vorne zu bleiben. So zeigt ein Bericht des Institute for the Future (IFTT) und der University of Phoenix die wichtigsten Arbeitskompetenzen und Fähigkeiten auf, die in den nächsten Jahren benötigt werden (und wohl gefragt):

Transdisziplinarität: Im Zeitalter der Konkurrenz und des weiten technologischen Wandels sind die Fähigkeiten, die notwendig sind, um ein Unternehmen erfolgreich zu differenzieren und auf dem Markt zu gewinnen, viel breiter als in der Vergangenheit. Wir können uns nicht mehr darauf verlassen, dass wir nur Gruppen von Spezialisten zusammenbringen müssen, damit die unsere komplexesten Probleme lösen. Stattdessen brauchen Unternehmen mehr denn je Generalisten mit neuen, agilen Fähigkeiten, die das große Bild sehen und Ideen verbinden. Das erfordert wiederum die Bereitschaft des Einzelnen, über die formale Ausbildung hinaus zu lernen.

Design Thinking: Wir leben in einer Übergangsphase zwischen einer alten Welt, in der Massenproduktion herrschte, Produkte und Dienstleistungen in einem Labor konzipiert und dann in die Breite gestreut wurde, und einer neuen Welt, in der Menschen-zentrische Ansätze zunehmend genutzt und Produkte und Dienstleistungen mit Hilfe von interdisziplinären Teams und kollaborativen Ansätzen entwickelt werden. Design Thinking bezieht sich auf die Ideen und Einstellungen, sich auf menschliche Werte zu konzentrieren und ein tiefes Verständnis der Menschen zu entwickeln, um wirklich gute Lösungen zu erarbeiten. Durch das Üben von Empathie, sei es durch Konversation, Beobachtung oder Interviews, wird Design Thinking zu einem wichtigen Erfolgskriterium (mehr über Design Thinking lernen Sie in diesem kostenlosen EBook).

Interkulturelle Kompetenzen: Die Welt denkt so global und vernetzt, dass es immer wichtiger wird, in der Lage zu sein, schnell in verschiedene kulturelle Umgebungen zu schlüpfen. Viele von uns arbeiten bereits jeden Tag über globale Grenzen hinweg zusammen und interagieren mit einer Vielzahl von Kulturen. In dieser wachsenden Diversität muss es gelingen, Verbindungen zu schaffen, Differenzen abzubauen und effektiv zusammenzuarbeiten, wenn Sie wirklich erfolgreich sein wollen.

Sinn stiften: Steve Jobs sagte einmal, dass Kreativität nur die Dinge miteinander verbinden würde. Sinnstiftung ist die Fähigkeit, Dinge zu verbinden, um neue Ideen zu schaffen. Wir müssen in der Lage sein, unzählige Punkte zu verbinden, Ideen aus einer Fülle aus Informationen zu filtern, diese zu kombinieren und dadurch neue Ideen und Entwicklungen zu entwickeln. Es handelt dabei um die Fähigkeit, bestimmten Dingen tiefere Bedeutung oder Wichtigkeit beimessen zu können.

Soziale Intelligenz: Beziehungen und die Fähigkeit, sich mit Menschen zu verbinden, ist und bleibt eine entscheidende Fähigkeit. Natürlich teilt nicht jeder Mensch die gleichen Ziele, Wünsche und Motivationen. Jeder Mitarbeiter und Kunde ist einzigartig und möchte auch in einer Weise, die seine oder ihre Einzigartigkeit adressiert, behandelt werden. Die Fähigkeit, sich mit Menschen zu verbinden, ermöglicht uns, über das industrielle Zeitalter hinaus zu gehen und komplexe Probleme zu lösen. Dafür müssen wir allerdings Fähigkeiten entwickeln, um schnell andere Emotionen, Motivationen und Auslöser zu verstehen.

Neuartiges & Adaptives Denken: Unser Denken muss sich mit der Zukunft entwickeln, um sicherzustellen, dass wir relevant bleiben. In dem Tempo, in dem sich Unternehmen verändern, müssen auch die Menschen sich mitändern. Das bedeutet, dass Sie selber die Initiative ergreifen müssen, um Ihre Fähigkeiten ständig zu verbessern. Gehen Sie raus aus der Komfort-Zone, bleiben Sie ewiger Schüler und lernen Sie, auf unerwartete Situationen zu reagieren, indem Sie Lösungen und Antworten abseits von routinemäßigen und regelbasierten Umständen entwickeln.

Neue Medienkompetenz: Die Welt der Videos, Blogs und Podcasts hat die Art und Weise, wie wir kommunizieren und Informationen aufnehmen, bereits maßgeblich verändert. Es gibt schon ganzen Generationen, die digital geboren wurden. Um mit ihnen Schritt zu halten, müssen wir alle lernen, fließend in digitalen und sozialen Medien zu kommunizieren. Das bedeutet, nicht nur Inhalte kritisch zu hinterfragen, sondern diese auch selbst zu produzieren.

Computationales Denken: Keine Sorge, das bedeutet nicht, dass Sie wie ein Computer denken müssen. Es geht vielmehr um die analytische Fähigkeit, mit Daten umzugehen. Wir erhalten aus allen möglichen Quellen dutzende Daten – und das ununterbrochen. Die Fähigkeit, diese riesigen Mengen an Inhalten in sinnvolle Informationen zu übersetzen, ist mehr denn je gefragt. Viele von uns arbeiten mit Daten auf einer täglichen Basis, aber nun wird es vorrangig, die Bedeutung von Mustern und Trends auch wirklich zu verstehen.

kognitives Load Management: Die Menge an Daten und Informationen, die auf uns in einer kurzen Zeitspanne trifft, hat sich exponentiell erhöht. Daten strömen von überall auf uns ein und die richtige Priorisierung all dieser Informationen ist eine schwierige Herausforderung. Die Fähigkeit, effektiv zu filtern und sich auf das zu konzentrieren, was wirklich Ihre Aufmerksamkeit verdient, wird vorrangig. Das beinhaltet die effektive Verwaltung all Ihrer Kanäle, die Entscheidung darüber, woran Sie sich wirklich beteiligen möchten und können und welche Ablenkungen Sie lieber lassen sollten.

Virtuelle Zusammenarbeit: Ob Sie ein Fan davon sind oder nicht: Virtuelle Zusammenarbeiten wird immer wichtiger werden. Trotz einer Vielzahl von Tools und Technologien, die bereits verfügbar sind, verlangt die virtuelle Zusammenarbeit eine Reihe neuer Kompetenzen und Anstrengungen, um die Produktivität in einer interkulturellen, vollständig globalen Realität zu gewährleisten.

Fazit

In einer Welt, in der so vieles im Wandel ist, gibt es keine Garantien, dass eine dieser Fähigkeiten alleine wirklich zum Erfolg führen wird. Der Schlüssel liegt in der Verantwortung für Ihr eigenes Schicksal. Dazu müssen Sie Ihre persönliche Landkarte bewusst unter die Lupe nehmen und auswerten, wo Sie heute stehen und wohin Sie letztlich gehen wollen.